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Häufige Fragen

Nachhaltigkeitswoche 2018: Creative Upcycling "Made in Hamburg"

In unserer Nachhaltigkeitswoche 2018 waren wir auf den Spuren nachhaltiger Upcycling-Innovationen unterwegs und haben das Hamburger Unternehmen „Lockengelöt“ besucht. Eine Kreativ-Werkstatt die begeistert.

NaturEnergiePlus trifft das Upcycling-Unternehmen Lockengelöt in Hamburg.

Für die Nachhaltigkeitswoche war Meike von NaturEnergiePlus auf Tour und hat interessante Informationen und Ideen zum Thema Upcycling zusammengetragen. Zum Auftakt ging es hoch in den Norden nach Hamburg, eine Handbreit hintern Deich. Dort hat Meike die klugen Köpfe von Lockengelöt in ihrer Kreativ-Werkstatt getroffen und durfte sogar selbst mit anpacken. Meike: „Ich habe großartige Dinge gesehen, gehört und erlebt. Ich freue mich, davon zu erzählen und vielleicht auch den ein oder anderen zu inspirieren.“

Ein erster Blick in die Kreativ-Werkstatt von Lockengelöt.

Achtern Diek: Hämmern und Bohren, statt blökende Schafe

Hamburg, Marsch, Vierlande - nachmittags halb drei: Als Meike nach langer Anfahrt die Werkstatt von Lockengelöt betritt, wird sie bereits erwartet und herzlich begrüßt: „Moin“, wie man in Hamburg sagt. Die Gründer der Hamburger Produktdesignmanufaktur Carsten Trill und Dennis Schnelting freuen sich über den Besuch hinter den eigenen Kulissen. Carsten ist für die Kommunikation und den Verkauf im Shop verantwortlich. Dennis ist der Tüftler der Truppe, quasi der „Daniel Düsentrieb“ im Unternehmen. Gemeinsam spinnen sie neue Ideen und bauen kreative Designs aus Alltagsgegenständen, die in ihrem Ursprung keine Verwendung mehr finden: Aussortiertes im neuen Gewand. Meike ist mehr als gespannt, was sie tolles in den heiligen Hallen entdecken wird.

Die Kreativ-Werkstatt ist für Meike ein Schlaraffenland für kreative Gedanken.
Möbel aus Blech: Zwei Couchtische oder ein Schrank können aus einer Tonne hergestellt werden.
Der Ausschnitt der Tonne wird zu einer Uhr designt.

Ein gutes Gespann: NaturEnergiePlus und Lockengelöt

Nachhaltigkeit verbindet! Meike strahlt auf Entdeckungstour durch die Werkstatträume und schwärmt: „Das ist Upcycling erster Klasse: Coole Dinge aus alten Sachen machen, die in neuer Gestalt nicht nur schön sind, sondern auch praktisch überzeugen und einen neuen Zweck bekommen. Ich finde es großartig, wie die Gründer aufgestellt sind. Was die aus Materialen alles herstellen, die viele von uns als Müll betrachten. Mit ihrem Shop auf der Homepage hatten sie mich schon, aber vor Ort merkt man erst so richtig, wie viel Energie und Herzblut im Detail steckt – toll!“ Meike wollte mehr über das Unternehmen wissen und hat die Gründer dazu befragt.

Carsten, Meike und Dennis philosophieren heiter über Upcycling.

Geschichten, die begeistern: Alles begann mit Vinyl

Lockengelöt gibt es seit über 10 Jahren. Bis nach San Francisco verkauft sich das erfolgreiche Upcycling Design „Made in Hamburg“. Meike schmunzelt bei der Antwort auf die Frage, mit welchem Produkt alles angefangen hat. Carsten erzählt aus seiner Erinnerung: „Angefangen hat alles mit Vinyl. Wir brauchten damals in dem ersten Laden auf St. Pauli, wo wir an ersten Ideen getüftelt hatten, einen Tresen und haben eine kleine Hütte gebaut. Für das Dach suchten wir nach günstigem Material und sind auf die Schallplatte gekommen, die eh in aussortierten Massen rumstanden. Das Material war stabil und wir dachten, dass könnte gut aussehen. Als wir das Vinyl dann mit einem Fön erhitzten, um die Platten zu formen, haben wir die Flexibilität des Materials für uns entdeckt und mehr daraus gemacht.“ Aus alten Schallplatten wurden zukünftig dann Schalen, Küchenpapier- und Klopapierhalter gefertigt und letztlich ein Unternehmen gegründet. Mit dem Laden sind wir inzwischen umgezogen und haben die Hütte mitgenommen, allerdings ohne Dach.

Schalen aus Vinyl.

Tüftler Dennis hat den Produktionsprozess für das Plattendesign bis heute weiter entwickelt. Als ausgebildeter Industrie-Elektroniker kommt der Gründer auf höchst ungewöhnliche und zugleich geniale Lösungen: Ein alter Ofen, ein ausrangiertes Kinderklavier, eine umgebaute Vakuumpresse und ein Luftkompressor wurden zur perfekten Vinyl-Produktionsstraße umfunktioniert. Zudem hat Dennis Schablonen für verschiedene Produkte hergestellt. Die alten Schlager feiern heute ein besonderes Comeback als Eierbecher, Lampen und Bilderrahmen. In dieser Präzision hat Lockengelöt mit dem Vinyl-Upcycling ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Meike hat sich den Ablauf an der ungewöhnlichen Produktstraße zeigen lassen und ist nun stolze Besitzerin einer neuen „Reinhard Mey Vierjahreszeiten – Obstschale“.

Dennis und Meike suchen einen Titel aus.
Die eingespannte Schallplatte wird im Ofen erhitzt. Ein Sensor signalisiert, wann das Vinyl formbar ist.
Das Kinderklavier spielt „Old McDonald had a farm“, wenn der Sensor Alarm schlägt.
Ist das Vinyl so weit, wird es auf der umfunktionierten Vakuumpresse in Form gebracht.
Meike freut sich über ihre neue „Reinhard-Mey-Vierjahreszeiten-Obstschale“.

Übrigens: Online werden verschiedene DIY-Tutorials gezeigt, wie man Vinyl-Upcycling Zuhause selber machen kann. NaturEnergiePlus und die Gründer von Lockengelöt raten davon ab, den hauseigenen Ofen zu verwenden. Da bei dem Prozess Ausdünstungen freigesetzt werden können, sollten in demselben Ofen keine Speisen für den Verzehr hergestellt werden.

Materialwirtschaft: Woher bekommen die Gründer ihre Rohstoffe

Meike hat gefragt, ob Lockengelöt sich über Spenden freut, wenn Alltagsdinge aussortiert werden und andernfalls auf dem Müll landen. Ein Rückblick: In den Anfängen haben die Gründer vieles noch über regionale oder Online-Flohmärkte bezogen. Dennis erzählt von einer Geschichte über die er bis heute noch lacht: „Ich war total stolz, als ich damals online über 100 Bananenkartons voll mit Büchern für 5 Euro ersteigert hatte. Die mussten aus Berlin nur abgeholt werden. Vor Ort wurde uns dann klar, wie viel Arbeit das ist und vor allem viel zu viel Gewicht für den Wagen. Also haben wir einen Teil vor Ort im Papiercontainer entsorgt, damit die Auto-Achse nicht bricht. Den Rest haben wir mit nach Hamburg genommen und durchsortiert. Am Ende war nur ein Bruchteil davon für unsere Zwecke brauchbar.“

Gute Planung bei der Materialbeschaffung machte also durchaus Sinn. Carsten: „Unser Material muss ganz bestimmte Kriterien erfüllen, Bücher dürfen nicht zu dick sein, außerdem sind nur Hardcover verwendbar. Schallplatten haben wir erstmal genug und für Skateboards haben wir ein eigenes, deutschlandweites Sammelnetzwerk aufgebaut, wo Skater ihre zerfahrenen Bretter upcyceln können. Der Aufbau unseres Materialnetzes war ein langer Prozess, der sich heute bewährt.“

Skateboard-Sammelbox von Lockengelöt.

Dennis: „Für den Skateboard-Shop-Betreiber ist das ein gutes Serviceangebot, was keine Kosten oder Arbeit verursacht. Die Kunden, die ein neues Board kaufen, können ihre alten Geräte vor Ort upcyceln. Wenn die Bretter per Post bei uns angekommen sind, veröffentlichen wir die Anzahl der Spende über unsere Social-Kanäle und nennen den Namen des Shops. Zudem pflanzen wir für jedes Fünfte Brett einen Baum. Ein Kreislauf, der sich für alle lohnt.“ Meike: „Also eine echte Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Für die Shop-Besitzer, die Kunden, für Lockengelöt und für die Umwelt – Daumen hoch.“

Ausgediente Skateboards als individuelles Quellmaterial für Schmuck.

Schönes aus Skateboards: Das wollte Meike genauer wissen

Topfuntersetzer, Eierbecher und Schmuck werden bei Lockengelöt aus alten Skateboards hergestellt. Durch das individuelle Material wird jedes Teil zu einem Einzelstück. Ohrringe, Armreifen und Manschettenknöpfe gibt es schon. Aktuell tüftelt Dennis an einer neuen Produktionsstraße für Holzringe, die in den nächsten Tagen ganz neu für den Shop gefertigt werden sollen. Die ersten Prototypen gibt es schon: „Die Maschinen habe ich für diese neue Produktionslinie erst seit gestern in Betrieb und bin noch immer am Justieren. Die besondere Herausforderung sind die Ringgrößen.“ Meike wurde umgehend als Testperson befragt und hat verschiedene Ringe aufprobiert.

Toll, was Lockengelöt aus verwaisten Skateboards alles macht.

Mitten drin, statt nur dabei. Um den neuen Produktionsprozess besser veranschaulichen zu können, durfte Meike selbst mitmachen. Der Ring, der ihr passte, sollte ihr eigener werden. Für Meike ein schönes Finale an diesem Nachmittag. Meike: „Das war besonders spannend, weil der ganze Prozess noch in der Entwicklung steckte. Das war mein persönliches Highlight an diesem Tag – danke Dennis."

Dennis erklärt Meike die einzelnen Prozess-Schritte.
Den Brettern das Griptape abziehen.
Ringe als Rohlinge ausschneiden.
Schnittkante vorsichtig abschleifen.
Meike traut sich an den Feinschliff.
Farbverlauf herausgearbeitet.
Zuletzt ein langes Leinöl-Bad.
Trocken legen und aufsetzen: Tolles Ergebnis.

Made in Hamburg: Nachhaltig, kreativ, ansteckend

Für Meike war der Nachmittag hinterm Deich ein toller Auftakt für die Nachhaltigkeitswoche 2018: „Ich bin echt begeistert, dass die Gründer tatsächlich selbst in ihrer Werkstatt stehen und diese schönen Dinge gestalten. Die Grundidee ist großartig. So um die Ecke zu denken, mit Upcycling-Ideen ein tragbares Geschäftsmodell gefunden zu haben, ist einfach toll. Besonders bemerkenswert finde ich, dass die Gründer die gesamte Prozesskette nachhaltig denken, von der Materialbeschaffung bis zur Verpackung. Selbst die Produktionsabfälle werden zu neuen Produkten aufgearbeitet. „Made in Hamburg“ ist bei Lockengelöt absolut authentisch, wie ich finde und einen Besuch zum Stöbern absolut wert.“

„Wir wollen einfach eine gute Firma sein“, sagen die Gründer. Übrigens: Wer von Lockengelöt ein Paket bekommt, kann den Pappkarton bedenkenlos im Papiercontainer entsorgen. Das Paketband lassen die Gründer aus Papier herstellen, um Plastik zu vermeiden. NaturEnergiePlus ist sehr angetan von den nachhaltigen Grundwerten des Unternehmens.

Alles in allem eine runde nachhaltige Sache! In den vielen Gesprächen haben sich für Meike interessante Ideen ergeben, wie NaturEnergiePlus und Lockengelöt ihre Freundschaft nachhaltig fortführen können. „Ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen“, verabschiedet sich Meike mit einem strahlenden Lächeln, bevor sie die Kreativ-Werkstatt verlässt.

Abschied mit Vorfreude auf ein Wiedersehen.

Jetzt eigene Upcycling-Meisterwerke posten und coole Upcycling-Topfuntersetzer gewinnen!

Neben kreativen Schmuckstücken stellen die Jungs von Lockengelöt aus den alten Skateboards auch stylische Küchenhelfer her - wie beispielsweise coole Topfuntersetzer.

Solche wollt ihr auch? Dann nehmt an unserem Facebook Gewinnspiel "Aus alt mach neu" teil!

Postet dort einfach ein Bild von eurem eigenen Upcycling-Meisterwerk bis zum 21.09.2018 um 23.59 Uhr in den Kommentaren unter dem Post zu unseren Online-Magazinbeitrag. Unter allen Beiträgen verlosen wir 5x2 Untersetzer nach dem Zufallsprinzip. Zum Post kommt ihr hier.

Und hier geht's zu den Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel "Aus alt mach neu".

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