Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Damit Sie sich einen Überblick machen können, wie sich Ihr Strompreis zusammensetzt und welchen Anteil der Staat daran hat, haben wir hier für Sie die einzelnen Bestandteile aufgelistet und näher erläutert.

Preisbestandteile des Strompreises von einem Kunden mit einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr

Diagramm Zusammensetzung Strompreis

Seit 01.01.2017 Quelle: Eigene Berechnung (gilt für Neukunden)

Die Bundesregierung hat beschlossen, den Anteil der erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren kontinuierlich zu steigern. Dadurch verändern sich auch jährlich die Abgaben, Umlagen und Steuern für Strom in Deutschland.

Zum 1. Januar 2017 haben sich folgende Abgaben und Umlagen verändert:

  • erhöhte EEG-Umlage
  • erhöhte KWKG-Umlage
  • erhöhte Umlage nach § 19 der Stromnetzentgeltverordnung
  • erhöhte Abschaltumlage nach § 18 AblaV

Durch den weiteren Aus- und Umbau der Stromnetze erhöhen sich auch die Netznutzungsentgelte deutschlandweit um durchschnittlich 9%.

So steigen die staatlich bedingten Bestandteile am Strompreis in 2017 auf über 54%.

Entwicklung der Steuern, Abgaben und Umlagen von 2012 bis 2017

Hier haben wir für Sie die einzelnen Punkte kurz erklärt!

1) Gesetzliche Steuern, Abgaben und Umlagen

Mehrwertsteuer / Umsatzsteuer: Die Mehrwertsteuer in Deutschland ist eine allgemeine Verbrauchsteuer auf den beim Verkauf von Gegenständen und Dienstleistungen erzielten Mehrwert. Sie beträgt zurzeit 19% auf den Nettopreis.

Stromsteuer: Wird auch "Ökosteuer" genannt und vom Staat seit 1999 erhoben. Sie wird vom Energieversorger über die Stromrechnung eingezogen und an den Staat abgeführt.

KWKG-Umlage: Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung. Mit Hilfe dieses Gesetzes sollen die Kohlendioxid-Emissionen reduziert werden. Zu den KWK-Anlagen gehören beispielsweise Blockheizkraftwerke.

EEG-Umlage: Hiermit wird der Ausbau der Stromerzeugung aus Wasserkraft, Windenergie oder Photovoltaik gefördert. Der in solchen Anlagen erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist und ein gesetzlich festgelegter Preis dafür gezahlt, die sogenannte Einspeisevergütung. 

Off-Shore-Umlage: Bei dieser Umlage geht es um die Windparks auf hoher See. Bei der Anbindung dieser Parks an das Stromnetz und der Einspeisung des Windstroms gibt es immer wieder Probleme und Verzögerungen. Wenn die Windparkbetreiber deshalb ihren Strom nicht ins Netz einspeisen können, erhalten sie vom Netzbetreiber eine Entschädigung.

Abschalt-Umlage: Bei dieser Umlage geht es darum, dass Unternehmen ihren Verbrauch zu Spitzenzeiten, in denen sehr viel Strom durch das Netz fließt, freiwillig reduzieren. Für dadurch entstehende Kosten erhalten sie vom Netzbetreiber eine Entschädigung. Die bei den Netzbetreibern dafür angefallenen Kosten werden dann über die Umlage an alle Stromkunden weitergegeben.

Konzessionsabgabe: Dies sind Entgelte, die von Städten oder Gemeinden für die Nutzung öffentlicher Wege zur Stromversorgung in Rechnung gestellt werden.

§ 19 StromNEV-Umlage: Mit dieser Umlage wird die Entlastung bzw. Befreiung stromintensiver Unternehmen von Netzentgelten finanziert. Die aus der Strom-Netzentgeltverordnung (StromNEV) entstehenden Belastungen werden bundesweit auf die Stromkunden umgelegt.

Mehr Informationen zu den Steuern, Abgaben und Umlagen erhalten Sie auch beim BDEW.

2) Netznutzung/Messung

Für die Nutzung der Stromnetze fallen Netznutzungsentgelte an, die von Ihrem örtlichen Netzbetreiber in Rechnung gestellt werden. Auch für die Nutzung Ihres Stromzählers fallen Kosten an. Diese werden Ihnen von Ihrem Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt (dies ist in der Regel ebenfalls Ihr örtlicher Netzbetreiber).

3) Strombeschaffung, Vertrieb und Service

Kosten, die beim Einkauf, Vertrieb und Service für Ökostrom von NaturEnergiePlus anfallen.